Geschichte

Der Hils Arbeitskreis entstand im Jahre 1949 am Fuße des Hils, einen Höhenzug bei Alfeld in Niedersachsen. Er wurde von dem Chorleiter August Strohmeier (1911-1986), Hauptlehrer in Brunkensen (bei Alfeld), gegründet. Aus einer kleinen Gruppe begeisterter Menschen entwickelte sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg ein Kreis musisch interessierter Familien, der seit 2002 als „Hils Arbeitskreis für musische Familienbildung“ und gemeinnütziger Verein mit Sitz in Göttingen eingetragen ist.

In den Anfangsjahren waren die Musikfreizeiten reine Chorwochen für Erwachsene. Die singbegeisterten Mütter brachten notgedrungen ihre Kinder mit. Es dauerte nicht lange, bis die Kinder mitmachten und ihre hellen Sopranstimmen dem Chor besonderen Glanz verliehen. So wandelte sich die „Singwoche“ zu einer „Familiensingwoche“. Aus den Kindern wurden mit der Zeit Jugendliche. Viele von ihnen spielten ein Instrument und wollten es auch auf der Freizeit einsetzen. Dadurch hat die Instrumentalmusik zunehmend an Bedeutung gewonnen, aber auch andere musische Aktivitäten wie Tanz und szenisches Spiel gehörten seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire der musischen Wochen des Hils Arbeitskreises.

Seit Anfang der achtziger Jahre findet die „große“ Musikfreizeit im „Haus Berlin“ in Hohegeiß statt. 1984 übernahm die Gesamt- und Chorleitung Eleonore Kern, Hildesheim, die Orchesterleitung Horst Lagemann (1928-1990), Celle. Seit den neunziger Jahren hat ein Team die Gesamtleitung übernommen, das von den Leiterinnen und Leitern der einzelnen Arbeitsgruppen unterstützt wird.

Viele Jugendliche fanden zum Hils Arbeitskreis, gingen nach vieljähriger Teilnehmerschaft ihren Weg in den Beruf und kamen später als Eltern mit ihren Kindern wieder, manche auch als Großeltern mit ihren Enkeln. Dass bleibende freundschaftliche Beziehungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Familien aus verschiedenen Orten durch die Musikfreizeiten des Hils-AK entstanden und entstehen, soll nicht unerwähnt bleiben.

Die Herbstfreizeit, die viele Jahre in Wilsede stattfand, geht auf den 100. Geburtstag des Dichters Hermann Claudius zurück (1878-1980), aus welchem Anlass in den Häusern des Vereins „Naturpark Wilsede e.V.“ eine Feierstunde in Anwesenheit des Dichters stattfand, die vom Hils Arbeitskreis musikalisch ausgestaltet wurde. Die einzigartige Heidelandschaft am Wilseder Berg führte in den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten zu weiteren musikalischen Wochen in Wilsede während der Herbsferien.

Später fand die Herbstfreizeit an verschiedenen Orten in Thüringen und Hessen statt und hat mittlerweile in der Jugendherberge in Eschwege einen regelmäßigen Veranstaltungsort gefunden.